Daten und Fakten Index 12.08.2008

Fakten in Stichpunkten
Aus der Quelle eines Unterausschusses des Verkehrsausschusses ist zu entnehmen dass die DB Netze mittelfristig (2013 bis 2017) ein Wachstumsprogramm umsetzen möchte, welches eine nationale/internationale Nord-Süd Güterverkehrstrasse über Hof installieren will.
Diese Planung, entkräftet die abwehrende Haltung des Konzerns wegen der bisher besonders guten Anbindung des Lobensteiner Raums über die Sormitztalbahn an Saalfeld. Die Anbindung des Lobensteiner Raumes (speziell der Süd Quell- und Zielverkehre) über die HTB via Hof könnte damit zu einer höherwertigeren Güterverkehrs-Hauptbahnlinie als Jena-Saalfeld-Nürnberg geschehen.
Die Unterlage finden Sie hier als pdf Download
• Kosten 15 Mio. Euro
• Finanzierung: z.B. eigenwirtschaftliche Finanzierung unter Einbezug EU Fördermittel INTERREG IIIA.
Bundesförmittel können von privaten Infrastrukturbetreibern leider nicht abgerufen werden, da diese Mittel nur an die Bahnen des Bundes und somit an die DB AG ausgereicht werden. Da sich der Konzern offiziell gegen die HTB ausgesprochen hat, können diese Mittel nicht zur Anwendung kommen.

• Bau der Strecke auf der vorhandenen Trasse innerhalb der vermarkten Grundstücke in Klasse D4
• Bau eines Kreuzungsgleises für Güterzugkreuzungen zwischen Hof und Marxgrün nötig
• durch Baumassnahme und Bahnbetrieb geschieht ökologisch sinnvolle Auslichtung für wärmeliebende Tiere und Pflanzen im Höllental
• prognostizierte Fahrgastzahlen steigen von 490 Fahrten/Tag auf der Relation Saalfeld-Blankenstein bzw. 790   Fahrten/Tag auf der Relation Hof-Bad Steben bis 2010 allein im Regionalverkehr auf 2.030 Fahrten/Tag auf der Gesamtrelation
• Synergie mit möglichem Innenstadtbahnhof Hof
• langfristige Sicherung der Bahnlinie Hof-Bad Steben
• Fahrzeitverkürzung durch notwendige Investition an Bahnübergängen an der Bahnlinie Hof-Bad Steben
• Stärkung der regionalen Wirtschaft durch Bauaufträge
• SGV via München Verkürzung von 66 Streckenkilometern, zweimal Kopfmachen und die Überwindung von 450 Höhenmetern gegenüber der jetzigen Trasse über Wurzbach-Saalfeld, dabei Trassenpreisersparnis von 193,41 Euro
Die werktäglichen Güterzugtrassen innerhalb des Personenverkehrstaktes eignen sich hervorragend für touristische Sonderverkehre am Wochenende.
• Gesamttransportaufkommen des Th. Kompetenzzentrum Holz 6,0 Mio. Tonnen/a (Stand Frühjahr 2006)
• Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene, Ziel der Betriebe ist die Steigerung des SGV Anteils von derzeit 20% (ca. 1.200.000 to/a) auf 32%, dabei Einsparung von jährlich 56.000 LKW Fahrten.
Die Holz-Einkaufsfelder des Kompetenzzentrum Holz werden sich aufgrund der Inbetriebnahme des Zellstoffwerks Stendal (Verbrauch 3,0 Mio Festmeter/Jahr) weiter nach Süden verlagern. Um so bedeutsamer wird wohl in Kürze die HTB für den Holzzulauf aus Süden und Süd-Osten werden.
Die Güterströme der Holzexporte Ostthüringens gehen zu grossen Teilen in Richtung Süden

• SGV Kapazitäten auf der Strecke Hockeroda-Blankenstein:
- In 2004 wurden 900.000t bei täglich 5 Zuläufen und 4 Abläufen Saalfeld-Lobenstein durchgeführt.
- Die SGV Trassen sind begrenzt durch die Kreuzung SPNV/SGV nach dem Taktfahrplan und Kreuzung SGV/SGV durch die Gleislängen nur möglich in Wurzbach und Lobenstein. 
- Eine Erweiterung des SGV auf die gewünschten 1,8-1,9 Mio.t/a würde schlechtweg eine Verdopplung der SGV-Trassen voraussetzen. 
- Zu berücksichtigen ist dabei die geplante Verlagerung der Hackschnitzeltransporte von KHT Friesau nach Blankenstein auf die Schiene mit mindestens 4 SGV Trassen täglich zwischen Friesau und Blankenstein.
- Hierbei wird sich ein Durchlaßengpaß auf dem Teilstück Unterlemnitz-Lobenstein einstellen; Lösung: Aufteilung der Verkehre nach geographischer Quell- und Zielrichtung durch Wiederbelebung der Höllentalbahn
• Nach Untersuchungen des VDV (Verband deutscher Verkehrsunternehmen) über Probleme der Infrastruktur und Lösungsvorschläge aus Betreibersicht wird der Lückenschluss gefordert. Den Link finden sie unter:
http://www.vdv.de/medienservice/stellungnahmen_entry.html?nd_ref=4370
Unter LfNr. 192 ist die Höllentalbahn Blankenstein Marxgrün aufgeführt.
Die ARGE 28, als Zusammenschluss von 28 Wirtschaftskammern aus Deutschland, Österreich, Italien und Griechenland fordert einen zügigen Ausbau der grenzübergreifenden Verkehrsinfrastruktur, um einen Verkehrskollaps nach der EU-Erweiterung zu vermeiden. Betroffen sind mehr als 90 Straßen, Schienen- und Wasserwege sowie Flughäfen von der Ostsee bis zur Adria
Informationen zur ARGE 28
Den Projektkatalog finden Sie unter http://www.arge28.at/docs/pdf/Verkehr-Katalog2004.pdf, die Höllentalbahn dabei unter Punkt 2.16

Saalfeld-Hof-Eger: regionale Strecken mit weitreichendem Entwicklungspotential

 

Grundsätzliches zum Bahnverkehr

Im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern kann die Bahn erhebliche Vorteile aufweisen.
Näheres auf der Seite Allianz pro Schiene

Mit Sicherheit Bahn
Warum man mit der Eisenbahn am sichersten fährt, Untersuchungen auch zum Sicherheitsaspekt des Schienengüterverkehrs
unter: http://www.allianz-pro-schiene.de/pdf/PM050609/ApS_PM050609_Mit_Sicherheit_Bahn.pdf
Achtung: PDF Broschüre, Download 3,0 mB

Für die Wiederbelebung der Höllentalbahn im Zuge der Gesamtverbindung Saalfeld-Hof-Cheb sind durch das Gutachten zur Netzergänzung, aus der bisherigen breitgefächerten Diskussion und den Mitteilungen der Verlader bereits Fakten und Grundlagen für eine formelle und bauliche Verwirklichung definiert.

Kosten/Finanzierung

Die bislang avisierten Kosten für einen Wiederaufbau der Strecke mitsamt Sicherungstechnik und Ergänzungen an der Strecke Hof-Marxgrün in Höhe von ca. 15 Mio. Euro sind nach erneuter, intensiver Begutachtung und Wertung als auskömmlich zu betrachten.
Kostenzusammenstellung der Netzergänzung Blankenstein-Marxgrün
Quelle: Gutachten zur Eisenbahn-Netzergänzung Blankenstein-Marxgrün, Erfurt 1998

Bau

Die Strecke Blankenstein-Marxgrün ist nicht entwidmet, dieser Streckenstatus wurde vom Eisenbahnbundesamt Bonn am 04.04.2008 erneut bestätigt. Es handelt sich also nicht um einen Neubau, die Planfeststellung ist vorhanden, die Strecke mitsamt Gleisen ist nur noch betriebssicher herzustellen.

Die beiden Tunnels (Kesselfelstunnel und Kanzelfelstunnel) sind sanierungsbedürftig, jedoch vom Zustand als problemlos sanierungsfähig einzustufen. Die für die Sanierung anzusetzenden Kosten sind in der Gesamtkostenermittlung enthalten.

Die Lichtraumprofile der beiden Tunnels sind baugleich mit denen der Gesamtstrecke Triptis-Marxgrün ausgeführt. Der 210m lange Totenfelstunnel bei Harra wird täglich mit Personen- und Güterzügen befahren.

Die Steinbogenbrücken (Muschwitzbrücke in Blechschmieden, Selbitzbrücke im Höllental zwischen Kanzelfels- und Kesselfelstunnel sowie Selbitzbrücke bei Kleinschmieden) sind sanierungsbedürftig, jedoch vom Zustand als problemlos sanierungsfähig einzustufen. Die für die Sanierung anzusetzenden Kosten sind in der Gesamtkostenermittlung enthalten.

Die bauliche Durchbildung der Strecke geschieht ohne Ausnahme auf der alten Trasse innerhalb der vermarkten Grundstücke. Nur so können Konflikte mit den Festlegungen der FFH Richtlinie und der NSG VO vermieden werden.

Der technisch notwendige Abtrag des gesamten Schotterbettes mitsamt Wurzelwerk und enthaltenen Erdstoffen entfernt ein erhebliches Potential von aus dem bisherigen Bahnbetrieb angesammelten Problemstoffen aus dem Höllental und dem Einzugsbereich der vorhandenen Mineralwasserquellen.

Die bauliche Durchbildung der Strecke geschieht in der Streckenklasse D 22,5 to Achslast analog dem bisherigen Zulauf Saalfeld-Wurzbach-Blankenstein. Diese Ausführung bildet die Grundlage für wirtschaftlichen und zeitgemässen Güterverkehr. Die Streckenklasse Hof-Bad Steben ist bis Naila als D4 22,5to angegeben, ab Naila als C4 20to obwohl auf diesem Teil 1998 der Oberbau mit Profil S 54 auf Stahlschwellen komplett erneuert wurde. Diese Achslast ist somit möglicherweise durch die seit Jahrzehnten ohne Unterhalt betriebene Selbitzbrücke bei Unterklingensporn bedingt.

Die bauliche Durchbildung der Strecke hat aufgrund der Tangierung von Quellschutzgebieten ausschliesslich mit unbedenklichen Baustoffen (keine imprägnierten Holzschwellen) stattzufinden.

Kreuzungsmöglichkeiten für Güter- und Sonderzüge auf der Strecke Hof-Marxgrün sind im Zuge der Netzergänzung zu schaffen. Allein im ehemaligen Bhf. Naila sind unter Nutzung des vorhandenen Gleis 3 und der leergeräumten Trasse nach Schwarzenbach/Wald an der Ausfahrt Richtung Hof auf vorhandenem Schotterbett 700m Kreuzungsgleis möglich.

Der notwendige Ausbau und die Ertüchtigung für Güterverkehr an der Strecke Hof-Marxgrün muss die Infrastruktur verbessern. Aufgrund des Fahrens von Güterzügen mit möglichst konstanter Geschwindigkeit müssen bislang ungesicherte Bahnübergänge mit LA Abschnitten mit Sicherungsanlagen ausgestattet werden. Somit kann auch die Fahrzeit Hof-Bad Steben verkürzt werden.

Die Baumassnahme eignet sich vorzüglich, ortsansässige Betriebe einzubinden und somit die Wirtschaft Nord-Ost-Oberfrankens und Ostthüringens zu stärken. Unter der Obhut eines Streckenbau Generalunternehmers sind insbesondere folgende Leistungen aus dem Repertoire der heimischen Betriebe denkbar: Baustofflieferungen wie Beton, Schotter und Mineralbeton, Holz für Schalungen, Rohre und Schächte, Erdarbeiten, Gerüstarbeiten bei Tunnels und Brücken, Bohr- und Gründungsarbeiten, Stahlbeton- und Abdichtungsarbeiten bei den Steinbogenbrücken, Stahlbau- und Schlosserarbeiten.

Das Erscheinungsbild der Bahn im unmittelbaren Bereich des Höllentals und der Haltepunkte Hölle und Lichtenberg ist wohl überlegt zu planen und auszuführen. Böschungssicherungen mit Betonfertigteilen, grellbunte Geländer, moderne Wartehäuschen oder Fahrscheinautomaten passen nicht an diesen Ort.

 

Betrieb

Im Bereich der prognostizierten Fahrgastzahlen spricht das Gutachten für eine Wiederbelebung auch aus wirtschaftlicher Sicht, so soll sich das gegenwärtige Aufkommen von 490 Fahrten/Tag auf der Relation Saalfeld-Blankenstein bzw. 790 Fahrten/Tag auf der Relation Hof-Bad Steben (aktuell liegt diese Zahl nach Recherche der Frankenpost bereits bei 1000 Fahrten/Tag) bis 2010 allein im Regionalverkehr auf 2.030 Fahrten/Tag auf der Gesamtrelation erhöhen, für die Einbeziehung des Wochenendtourismusverkehr ist die Zahl um 350 Fahrten/Tag zu erhöhen.
Quelle: Gutachten zur Eisenbahn-Netzergänzung Blankenstein-Marxgrün, Erfurt 1998

Seit langem geführt wird die Diskussion zur Verwirklichung eines neuen Innenstadtbahnhofs nahe des Hofer Zentrums auf dem Gelände der Güterhalle des alten Hofer Bahnhofs. Dieses Projekt würde mit der Wiederbelebung der Höllentalbahn ausserordentliche gegenseitige Synergien bilden. Zum Einen wird die geplante städtebauliche und strukturelle Veränderung in Hof dazu beitragen, mehr Fahrgäste in den ÖPNV auf allen Zuläufen (auch Bad Steben und evt. Lobenstein und Saalfeld) zu verlagern, zum Anderen erschliesst sich bei Verwirklichung beider Vorhaben zusätzlich der gesamte Lobensteiner und Saalfelder Raum um Besucher für die Hofer Innenstadt zu werben.

Bei Untersuchung der Güterströme Ostthüringens fällt eine extreme Ausrichtung der Holzexporte (namentlich des Th. Kompetenzzentrum Holz) in Richtung Süden auf. Siehe hierzu die Graphiken basierend auf Erhebungen des statistischen Bundesamts aus 2001.

Die Betrachtung der Zu- und Abläufe in Richtung Süden und Süd-Osten ergeben somit starke Argumente für Güterverkehr über die Höllentalbahn.
Tabelle Zulaufstrecken

Trassenvergleich Blankenstein-Süden

Die Führung von Güterverkehr über die Höllentalbahn Blankenstein-Marxgrün in den südlichen Raum via München ergibt eine Ersparnis von 66 Streckenkilometern, zweimal Kopfmachen und die Überwindung von 450 Höhenmetern gegenüber der jetzigen Trasse über Wurzbach-Saalfeld.
Bei Führung nur eines täglichen Güterzugpaares über Blankenstein-Marxgrün Richtung München anstelle der bisherigen Zu- oder Abfuhr errechnet sich aus dem Wert Kraftstoffverbrauch/Tonne Ladung /Weglänge alleinig aus der Wegmehrlänge ohne Wertung der Höhenmehrüberwindung eine Kraftstoffeinsparung von 569.000 Liter Diesel pro Jahr!
1.000 Tonnen Fracht Richtung Süden stehen am Prellbock in Blankenstein und müssen mit 66 km Umweg erst nach Norden gebracht werden. Jeder LKW fährt mittlerweile den kürzesten Weg!!
Die Führung von Güterverkehr über die Höllentalbahn in den süd-östlichen Raum via Cheb ergibt eine Ersparnis von 147 Streckenkilometern und die Überwindung von 370 Höhenmetern gegenüber einer möglichen Trasse über Weischlitz und Gera.
Quelle: HOELLENNETZ, 2002

So wird ohne die Höllentalbahn wohl nie ein Transport aus/nach Tschechien in den Lobensteiner Raum per Schiene erfolgen, denn der LKW fährt den kürzesten Weg auch durch unsere Region.

Bei derzeitiger Auslastung der Zulaufstrecke über Wurzbach bekommen private Eisenbahngüterverkehrsunternehmen keine zeitlich sinnvollen Trassen für weitere Güterzüge, da diese bereits durch DB Cargo abonniert sind. Der allgegenwärtig geforderte Wettbewerb auf der Schiene kommt in diesem Fall gar nicht zustande. Die Leidtragenden sind die thüringer Verlader, da somit keine besseren Angebote für SGV erhältlich sind, und die Anwohner an den Zulaufstrassen weil demzufolge auch nicht mehr GV auf die Schiene kommt und die Strassen und Ortsdurchfahrten weiter belastet werden.

Derzeitig und durch Aufstockung auf der Strecke Saalfeld-Lobenstein durch DB Cargo/DB Netz mögliche Güterverkehrsleistungen reichen den Verladern nicht aus. Weitere Investitionen der Verlader in Millionenhöhe in Erweiterung und Neubau von Gleisanschlüssen werden durch fehlende weitere Zuläufe verhindert !

Die fünf holzverarbeitenden Betriebe des Kompetenzzentrum Holz in Friesau, Blankenstein und Ullersreuth haben ihre Güterströme zusammengetragen.
In diesem Raum werden im Jahr 6,0 Mio. Tonnen Güter von, nach und zwischen den Betrieben befördert, davon lediglich 17% per Bahn.
Dies entspricht täglich 5 Güterzugpaare über Saalfeld und ca. 1.080 LKW Fahrten.
Im Saale Orla Kreis werden jährlich 324.000 LKW Fahrten durchgeführt, gegenüber 1991 eine Steigerung von 675% !
Sehr grosse Anteile davon laufen Richtung Süden auf Strasse und Schiene, die HTB würde den SGV Anteil deutlich steigern helfen.
Ziel der Betriebe ist die Steigerung des SGV Anteils von 13% auf 30%, dabei Einsparung von jährlich 110.000 LKW Fahrten.
Quelle: Leonhard Nossol, Geschäftsführer ZPR Blankenstein, Naila Mai 2003

Im Zuge der Diplomarbeit des Herrn Géza Schubert: Die Verlagerung von Holzhackschnitzeltransporten von der Strasse auf die Schiene. Eine Konzepterstellung für die Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal in Blankenstein wurden aussagekräftigen Zahlen zu möglichen Trassenpreiseinsparungen durch kürzere SGV Trassen und SGV Belegungen der drei Bahnstrecken in den Lobensteiner Raum ermittelt.
Trassenpreiskalkulation - Ist-Soll Mengen SGV als pdf Datei
Quelle: Géza Schubert: Die Verlagerung von Holzhackschnitzeltransporten von der Strasse auf die Schiene. Eine Konzepterstellung für die Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal in Blankenstein, Blankenstein/Trier 2003

Eine Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene und Steigerung auf lange und wirtschaftliche Sicht kann somit alleinig durch weitere Zulaufstrecken in den Lobensteiner Raum erreicht werden, sinnvollerweise die Höllentalbahn, da hierbei das Gesamtaufkommen logistisch, logisch und ökologisch sinnvoll in Süd- und Nordverkehre entflechtet werden kann.

Eine vorhersehbare Entwicklung ab Sommer 2004 wird die Inbetriebnahme des neuen Zellstoffwerks bei Stendal innerhalb der Mercer Int. Inc. in Gang setzen. Die jährlich zu verarbeitenden 3,0 Mio. Festmeter Nadelholz, werden innerhalb einen Radius von 300 km bezogen, und greifen in die angestammten Einzugsgebiete des thüringer Kompetenzzentrum Holz ein.
Die Holz-Einkaufsfelder des Kompetenzzentrum Holz werden sich somit weiter nach Süden verlagern. Um so bedeutsamer wird wohl in Kürze die HTB für den Holzzulauf aus Süden und Süd-Osten werden.

Spürbar mehr Güter auf der Schiene sind nur bei Vorhandensein von ausreichend Fahrwegen zu bewegen; das Projekt Höllentalbahn würde hier ein Vorzeigebeispiel für die allgegenwärtig politisch proklamierte Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene darstellen und erstmalig auch dokumentieren können.

Die Inbetriebnahme des Containerterminals am Hofer Hauptbahnhof würde bei Vorhandensein der Höllentalbahn zusätzliche Synergien im Güterverkehr auf der Relation Hof-Saalfeld mit sich bringen. Durch diesen Güterverkehr stehen nun ab Hof durch ein NE Güterverkehrsunternehmen Trassen und Beförderungsmöglichkeiten auch für Verlader des Lobensteiner Raumes zur Verfügung.

Der Betrieb und die Wartung der Strecke hat aufgrund der Tangierung von Quellschutzgebieten ausschliesslich mit unbedenklichen Wirkstoffen stattzufinden.

 

öffentliche Meinung - HOELLENETZ Fragebogen

Die aktuelle Auswertung des Fragebogens bei 295 Teilnehmern ist als pdf Datei zum Download bereitgestellt.

 

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